Hautkrebs-Chirurgie & Hautkrebsbehandlung | Hautarztpraxis Dr. Heinrich Franke Wasserburg am Inn

Hautkrebs-Chirurgie & Hautkrebsbehandlung

Die fachärztliche Behandlung von Hautkrebs und dessen Vorstufen erfordert ein individuelles, multimodales Therapiekonzept. Als dermatologische Fachpraxis bieten wir das gesamte Spektrum moderner Hautkrebs-Therapien, von chirurgischen Eingriffen über Lasertherapien bis hin zu medikamentösen Behandlungsformen. Unser Ziel ist die optimale Versorgung unserer Patienten mit höchsten Qualitätsstandards und bestmöglichem kosmetischem Ergebnis.

Hautkrebsformen und ihre Behandlung

Hautkrebs tritt in verschiedenen Formen auf, die unterschiedliche Behandlungsansätze erfordern:

Basalzellkarzinom

Das Basalzellkarzinom (Basaliom) ist die häufigste Form des hellen Hautkrebses. Es metastasiert in der Regel nicht, kann jedoch lokal aggressiv wachsen und umliegendes Gewebe zerstören.

Therapieoptionen:

  • Chirurgische Exzision mit histologischer Kontrolle
  • Mikrographisch kontrollierte Chirurgie
  • Photodynamische Therapie (PDT) bei oberflächlichen Formen
  • Elektrodesikkation und Kürettage bei superfiziellen Formen
  • Topische Immunmodulatoren (bei bestimmten Formen)

Plattenepithelkarzinom

Das Plattenepithelkarzinom (Spinaliom) ist die zweithäufigste Form des hellen Hautkrebses. Es kann metastasieren und sollte frühzeitig behandelt werden.

Therapieoptionen:

  • Chirurgische Exzision mit histologischer Kontrolle
  • Mikrographisch kontrollierte Chirurgie bei Risikotumoren
  • Lymphknotendiagnostik bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Überweisung zur adjuvanten Therapie bei Hochrisiko-Tumoren
  • Nachsorge gemäß Leitlinien

Malignes Melanom

Das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist die aggressivste Form des Hautkrebses mit hohem Metastasierungspotential. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie sind entscheidend.

Therapieoptionen:

  • Chirurgische Exzision mit definierten Sicherheitsabständen
  • Interdisziplinäre Behandlung mit Onkologen bei fortgeschrittenen Stadien
  • Strukturierte Nachsorge gemäß Leitlinien
  • Ggf. Überweisung zu spezialisierten Zentren bei Metastasierung

Aktinische Keratosen

Aktinische Keratosen sind Vorstufen des Plattenepithelkarzinoms und entstehen durch chronische UV-Exposition. Eine frühzeitige Behandlung verhindert die Progression zum invasiven Karzinom.

Therapieoptionen:

  • Photodynamische Therapie (PDT)
  • Fraktionierte CO₂-Laserbehandlung
  • Laser-assisted drug delivery (LADD) von 5-Fluorouracil
  • Topische Therapie (5-FU, Imiquimod, Diclofenac)
  • Chirurgische Entfernung bei Einzelläsionen

Unsere Behandlungsmethoden

Wir bieten ein umfassendes Spektrum moderner Behandlungsverfahren für Hautkrebs und dessen Vorstufen:

Mikrographisch kontrollierte Chirurgie

Bei dieser präzisen chirurgischen Methode wird der Tumor schichtweise entfernt und jede entnommene Schicht histologisch untersucht. Dieses Verfahren garantiert eine vollständige Tumorentfernung bei maximaler Schonung des gesunden Gewebes. Besonders geeignet für Hauttumoren in kosmetisch oder funktionell sensiblen Bereichen wie Gesicht, Kopfhaut, Genitalbereich oder Hände.

Laser-Therapie bei Hauttumoren

Der fraktionierte CO₂-Laser kommt bei oberflächlichen Hauttumoren und Präkanzerosen zum Einsatz. Er erlaubt eine präzise Ablation des erkrankten Gewebes mit guter Kontrolle der Behandlungstiefe. Besonders wirksam bei flächigen aktinischen Keratosen oder oberflächlichen Basalzellkarzinomen. Durch Laser-assisted drug delivery (LADD) kann die Wirkstoffpenetration von topisch angewendeten Medikamenten signifikant verbessert werden.

Photodynamische Therapie (PDT)

Die PDT ist ein minimal-invasives Verfahren zur Behandlung oberflächlicher Hauttumoren und aktinischer Keratosen. Dabei wird ein photosensibilisierender Wirkstoff auf die betroffenen Hautareale aufgetragen, der sich selektiv in den Tumorzellen anreichert. Durch anschließende Belichtung mit spezifischen Wellenlängen werden die sensibilisierten Zellen zerstört. Die PDT bietet hervorragende kosmetische Ergebnisse bei hoher Wirksamkeit und ist besonders für flächige Läsionen geeignet.

Medikamentöse Therapie

Für die Behandlung aktinischer Keratosen und oberflächlicher Hauttumoren stehen verschiedene wirksame Lokaltherapeutika zur Verfügung. Dazu gehören Immunmodulatoren wie Imiquimod, zytostatisch wirkende Substanzen wie 5-Fluorouracil, entzündungshemmende Wirkstoffe wie Diclofenac und selektiv zytotoxische Substanzen wie Ingenolmebutat. Die Auswahl der geeigneten Therapie erfolgt individuell nach Hautbefund, Lokalisation und Patientenfaktoren.

Ablauf der dermatochirurgischen Behandlung

1
Diagnostik und Therapieplanung

Jeder chirurgischen Intervention geht eine präzise Diagnostik voraus. Diese umfasst die klinische Untersuchung, ggf. ergänzt durch dermatoskopische oder konfokale Lasermikroskopie zur Beurteilung der Tumorausdehnung. Basierend auf Tumorart, -größe, -lokalisation und individuellen Patientenfaktoren wird ein passgenaues Therapiekonzept erstellt.

2
Vorbereitung des Eingriffs

Die Vorbereitung umfasst ein ausführliches Aufklärungsgespräch, die Erfassung relevanter Vorerkrankungen und Medikation (insbesondere Antikoagulation) sowie die Planung der Lokalanästhesie. Bei komplexeren Eingriffen erfolgt eine sorgfältige Planung der Schnittführung und des Wundverschlusses, um optimale funktionelle und ästhetische Ergebnisse zu erzielen.

3
Durchführung der Operation

Der Eingriff erfolgt unter sterilen Bedingungen nach den aktuellen Standards der dermatologischen Chirurgie. Nach lokaler Betäubung wird der Tumor mit angemessenem Sicherheitsabstand entfernt. Bei mikrographisch kontrollierter Chirurgie erfolgt die schrittweise Exzision mit histologischer Kontrolle, bis tumorfreie Schnittränder erreicht sind. Der Wundverschluss erfolgt unter Berücksichtigung funktioneller und ästhetischer Aspekte durch direkte Naht, Lappenplastik oder Hauttransplantation.

4
Postoperative Versorgung und Wundmanagement

Nach dem Eingriff erhalten Sie detaillierte Anweisungen zur Wundpflege und Verhaltensmaßnahmen. Je nach Eingriff sind regelmäßige Verbandswechsel und Wundkontrollen vorgesehen. Die Entfernung der Fäden erfolgt je nach Lokalisation nach 7-14 Tagen. Bei Bedarf unterstützen wir die Wundheilung durch spezielle Narbenpflegemaßnahmen.

5
Histologische Beurteilung und weitere Therapieplanung

Das entnommene Gewebe wird feingeweblich untersucht, um Tumortyp, -ausbreitung und vollständige Entfernung zu bestätigen. Basierend auf dem histologischen Befund erfolgt ggf. die Planung weiterer Maßnahmen wie Nachexzision, adjuvante Therapien oder strukturierte Nachsorge gemäß der aktuellen Leitlinien.

Hautkrebs-Nachsorge

Die regelmäßige Nachsorge ist ein wesentlicher Bestandteil der Hautkrebsbehandlung und dient der frühzeitigen Erkennung von Rezidiven, Metastasen und Zweittumoren.

Nachsorge bei hellem Hautkrebs

  • Klinische Untersuchung der Operationsnarbe
  • Vollständige Inspektion der gesamten Haut
  • Bei Hochrisiko-Tumoren: Ultraschalluntersuchung der Lymphknoten
  • Individuell angepasste Nachsorgeintervalle (3-12 Monate)
  • Beratung zur Hautkrebsprävention und UV-Schutz

Nachsorge beim malignen Melanom

  • Stadiengerechte Nachsorge gemäß aktueller Leitlinien
  • Klinische und dermatoskopische Untersuchung
  • Regelmäßige Lymphknotenkontrolle
  • Bei Bedarf bildgebende Diagnostik
  • Strukturierte Patientenschulung zur Selbstuntersuchung

Die Nachsorge wird individuell an Ihren Befund, Ihre persönliche Risikokonstellation und die aktuellen Leitlinien angepasst. Bei fortgeschrittenen Tumoren erfolgt die Nachsorge ggf. in Zusammenarbeit mit spezialisierten onkologischen Zentren.

Hautkrebs-Prävention

Die Prävention von Hautkrebs umfasst sowohl Maßnahmen zur Primärprävention (Verhinderung der Entstehung) als auch zur Sekundärprävention (Früherkennung):

Primärprävention
  • Konsequenter UV-Schutz durch Sonnenschutzmittel, Kleidung und Vermeidung intensiver Sonneneinstrahlung
  • Besonderer Schutz für Kinder und Jugendliche
  • Verzicht auf Solarienbesuche
  • Berücksichtigung individueller Risikofaktoren (Hauttyp, familiäre Vorbelastung, Immunsuppression)
Sekundärprävention
  • Regelmäßige Selbstuntersuchung der Haut nach dem ABCDE-Schema
  • Hautkrebs-Screening
  • Bei erhöhtem Risiko: individuelle Vorsorgeuntersuchungen in kürzeren Intervallen
  • Frühzeitige ärztliche Abklärung auffälliger oder sich verändernder Hautveränderungen

Hinweis für Selbstzahler

Bei im Rahmen der Hautkrebsvorsorge entdeckten auffälligen Hautveränderungen können wir eine weiterführende Diagnostik und Therapie in unserer Praxis vereinbaren. Als Selbstzahler erhalten Sie eine transparente Kostenaufstellung gemäß der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Für privatversicherte Patienten erfolgt die Abrechnung direkt mit Ihrer Krankenversicherung.

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Leistungsübersicht

Diagnostik:
Auflichtmikroskopie, digitale Dokumentation
Operative Verfahren:
Mikrographisch kontrollierte Chirurgie, Standardexzision, plastische Defektdeckung
Nicht-operative Verfahren:
PDT, Lasertherapie, LADD, topische Immuntherapie
Nachsorge:
Leitliniengerechte Nachsorgeintervalle, digitale Verlaufsdokumentation

Kompetente Hautkrebsbehandlung in Wasserburg am Inn

In der Hautarztpraxis MUDr. Heinrich Franke in Wasserburg am Inn bieten wir mit modernsten Verfahren und jahrelanger fachärztlicher Erfahrung eine umfassende Versorgung bei Hautkrebs und dessen Vorstufen. Profitieren Sie von unserer dermatologischen Expertise und vereinbaren Sie einen Termin für eine individuelle Beratung.