Sklerotherapie - Besenreiser Verödung
Funktionsprinzip der Sklerotherapie
Die Sklerotherapie ist ein bewährtes Verfahren zur Behandlung von Besenreisern und kleinen Krampfadern, das auf einem klaren medizinischen Prinzip basiert:
- Ein spezielles Verödungsmittel (Sklerosierungsmittel) wird mit feinen Nadeln gezielt in die betroffenen Venen injiziert
- Das Mittel verursacht eine kontrollierte Reizung der Venenwand, die zur Verklebung der Gefäßwände führt
- Der Blutfluss in den behandelten Gefäßen wird unterbrochen
- Die verklebten Venen werden vom Körper über Wochen hinweg abgebaut und resorbiert
- Das Blut wird über gesunde Venen umgeleitet, was die Durchblutung verbessert
In unserer Praxis verwenden wir die klassische Flüssigverödung, bei der das Verödungsmittel direkt als Flüssigkeit in die Gefäße injiziert wird. Diese Methode ist besonders präzise und für feine Besenreiser optimal geeignet. Im Gegensatz zur Schaumverödung ermöglicht die Flüssigverödung eine besonders kontrollierte Behandlung mit feinen Nadeln und ist speziell für ästhetische Indikationen die Methode der Wahl.
Anwendungsbereiche der Sklerotherapie
Die Sklerotherapie ist eine vielseitige Behandlungsmethode für verschiedene Venenleiden im Bereich der unteren Extremitäten:
Besenreiser
Besenreiser sind kleine, oberflächliche Venen, die sich als rötliche oder bläuliche Verzweigungen unter der Haut zeigen. Sie sind meist ästhetisch störend, verursachen aber selten medizinische Beschwerden.
- Sichtbare netzartige Gefäßstrukturen bis 1 mm Durchmesser
- Typische Lokalisationen an Ober- und Unterschenkeln
- Häufig an der Außenseite der Oberschenkel und in der Kniekehle
- Können einzeln oder in Clustern auftreten
Retikuläre Varizen
Retikuläre Varizen sind etwas größere, unter der Haut verlaufende bläuliche Venen, die oft mit Besenreisern assoziiert sind und das ästhetische Erscheinungsbild der Beine beeinträchtigen können.
- Subkutane Venen mit 1-3 mm Durchmesser
- Bläuliche Erscheinung unter der Haut
- Oft Ursprung von Besenreisern
- Können leichte Beschwerden verursachen
Kleine Seitenäste von Varizen
Kleinere Seitenäste von Krampfadern können ebenfalls mit der Sklerotherapie behandelt werden, besonders wenn sie nicht zu groß sind und primär ein ästhetisches Problem darstellen.
- Kleinere Seitenäste größerer Krampfadern
- Durchmesser bis ca. 4 mm
- Oft nach operativer Behandlung von Hauptvarizen als Ergänzungsbehandlung
- Als alleinstehende ästhetische Behandlung möglich
Die Sklerotherapie in unserer Praxis fokussiert sich besonders auf die ästhetische Verbesserung von Besenreisern und feinen retikulären Varizen. Bei größeren Krampfadern oder bei medizinisch relevanten Venenproblemen empfehlen wir eine gefäßchirurgische Abklärung vor der Behandlung.
Ablauf der Sklerotherapie
Vorteile der Sklerotherapie
- Minimal-invasives Verfahren ohne Schnitte oder Nähte
- Ambulante Behandlung mit kurzer Behandlungsdauer
- Sofort gesellschafts- und arbeitsfähig, kaum Ausfallzeit
- Hohe Erfolgsrate bei fachgerechter Durchführung
- Gezielte Behandlung auch feinster Besenreiser
- Besonders schonend und präzise durch Flüssigverödung mit feinen Nadeln
Häufig gestellte Fragen
Die Sklerotherapie wird von den meisten Patienten als nur minimal schmerzhaft empfunden. Während der Injektion des Verödungsmittels kann ein kurzes Stechen oder Brennen auftreten, das jedoch schnell nachlässt. Die verwendeten Nadeln sind sehr fein, und die Injektionstechnik ist darauf ausgerichtet, Unannehmlichkeiten zu minimieren. Bei empfindlichen Patienten kann vorab eine leichte Kühlung der Behandlungsareale erfolgen. Nach der Behandlung können leichte Spannungsgefühle auftreten, die jedoch in der Regel gut toleriert werden und keiner weiteren Schmerztherapie bedürfen.
Die Anzahl der benötigten Behandlungen hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Ausdehnung und Dichte der Besenreiser
- Durchmesser und Tiefe der betroffenen Gefäße
- Individuelle Reaktion auf das Verödungsmittel
- Allgemeiner Zustand des Venensystems
In der Regel sind 2-3 Behandlungssitzungen im Abstand von 4-6 Wochen notwendig, um ein optimales ästhetisches Ergebnis zu erzielen. Bei ausgeprägten Befunden können auch mehr Sitzungen erforderlich sein. Eine realistische Einschätzung des zu erwartenden Ergebnisses und der notwendigen Behandlungsanzahl erfolgt im Rahmen der Erstberatung.
Die Sklerotherapie ist ein sicheres Verfahren mit wenigen Nebenwirkungen. Zu möglichen temporären Reaktionen zählen:
- Rötungen und leichte Schwellungen an den Injektionsstellen (1-2 Tage)
- Kleinere Blutergüsse (klingen innerhalb von 1-2 Wochen ab)
- Bräunliche Verfärbungen entlang der behandelten Venen (Hyperpigmentierungen), die sich meist innerhalb von 3-12 Monaten zurückbilden
- Verhärtungen entlang der behandelten Venen, die sich im Laufe der Zeit auflösen
- Sehr selten: kleine "Matting-Teleangiektasien" (neue feine Gefäßbildungen)
Schwerwiegende Komplikationen wie allergische Reaktionen oder Thrombosen sind äußerst selten. Durch die sorgfältige Voruntersuchung und die Verwendung moderner Verödungsmittel in unserer Praxis wird das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen minimiert.
Der Prozess der Venenverödung und des körpereigenen Abbaus der behandelten Gefäße erfolgt schrittweise:
- Unmittelbar nach der Behandlung sind die injizierten Venen oft noch sichtbar oder erscheinen durch kleine Blutergüsse sogar vorübergehend auffälliger
- Nach 2-4 Wochen beginnt der Körper, die veröden Gefäße abzubauen
- Nach 6-8 Wochen zeigt sich bei vielen Patienten bereits eine deutliche Verbesserung
- Das endgültige Ergebnis ist in der Regel nach 3-6 Monaten erreicht, wenn alle Behandlungssitzungen abgeschlossen sind
Geduld ist bei dieser Behandlung wichtig, da der körpereigene Abbauprozess Zeit benötigt. Die Ergebnisse sind jedoch langanhaltend und die ästhetische Verbesserung für die meisten Patienten sehr zufriedenstellend.
Die durch Sklerotherapie erfolgreich verödeten Gefäße kehren nicht wieder. Allerdings kann es im Laufe der Zeit zur Neubildung von Besenreisern kommen, da die zugrunde liegenden Faktoren, die zur Entstehung von Venenproblemen beitragen, weiterhin bestehen können:
- Genetische Veranlagung zu Venenschwäche
- Hormonelle Einflüsse
- Berufliche Belastungen (langes Stehen oder Sitzen)
- Altersbedingte Veränderungen des Bindegewebes
Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, in größeren Zeitabständen (alle 1-3 Jahre) eine Nachbehandlung durchzuführen, um neu entstandene Besenreiser zu behandeln. Durch geeignete präventive Maßnahmen wie regelmäßige Bewegung, Vermeidung von Übergewicht und das Tragen von leichten Kompressionsstrümpfen bei Belastungssituationen kann die Neubildung von Besenreisern reduziert werden.
Informationen zu Kosten
Als Privatpraxis bieten wir die Sklerotherapie primär für privatversicherte Patienten an. Die Behandlung von Besenreisern wird als ästhetische Maßnahme von privaten Krankenversicherungen je nach Tarif und Versicherungsbedingungen teilweise oder vollständig übernommen. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
Für die Behandlung von Besenreisern mittels Sklerotherapie fallen folgende Kosten an:
- Kleine Behandlung (1 Ampulle Verödungsmittel): ab 125,00 €
- Umfangreichere Behandlung (2 Ampullen Verödungsmittel): ab 150,00 €
Gesetzlich Versicherte können die Sklerotherapie als Selbstzahlerleistung in Anspruch nehmen. Die Kosten entsprechen den oben genannten Beträgen. Bei medizinischer Indikation, wie z.B. bei Beschwerden durch begleitende Krampfadern, empfehlen wir zuvor eine phlebologische Abklärung.
Bitte beachten Sie, dass für ein optimales Ergebnis meist mehrere Behandlungssitzungen erforderlich sind. Die genauen Kosten hängen vom individuellen Befund ab und werden im Beratungsgespräch in der Hautarztpraxis MUDr. Heinrich Franke in Wasserburg am Inn transparent besprochen.
Befreien Sie sich von störenden Besenreisern
In der Hautarztpraxis MUDr. Heinrich Franke in Wasserburg am Inn bieten wir Ihnen eine effektive und schonende Sklerotherapie zur Behandlung von Besenreisern und feinen Venen an den Beinen. Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung und unserem ästhetischen Gespür für natürliche Ergebnisse.